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Kinomobil zeigt am 22. Februar zwei Filme in der Stadthalle

Zwei Filme gibt es am Donnerstag, 22. Februar in der Stadthalle vom Kinomobil zu sehen. Den Auftakt macht um 16 Uhr der Film „Neue Geschichten vom Franz“. Mit dem Film bekommt der Kinoerfolg und Publikumsliebling nach den Büchern von Christine Nöstlinger eine rasante Fortsetzung.

Kennt ihr das, wenn ein großes Problem ganz klein anfängt? Der Franz kennt das gut, unser Held, der etwas klein geratene Bub aus Wien, inzwischen schon zehn Jahre alt. Seine beste Freundin, die Gabi, streitet sich nämlich ununterbrochen mit seinem besten Freund, dem Eberhard. Der Franz hat beide gleich gern und steht dabei immer in der Mitte. Nachdem es einmal arg brenzlig hergeht, muss endlich ein Masterplan her!

Unter der Regie von LOLA-Preisträger Johannes Schmid und nach einem Drehbuch von Sarah Wassermair wird die Geschichte rund um den Franz und seine besten Freunde Gabi und Eberhard weitererzählt. In den Hauptrollen sind wieder Jossi Jantschitsch als Franz, Nora Reidinger als Gabi und Leo Wacha als Eberhard zu sehen.

Um 19.30 Uhr folgt die der Film „Ein ganzes Leben “. Flyer Kinomobil

Um 1900 landet der Waisenjunge Andreas Egger auf einem abgelegenen Hof in den österreichischen Alpen und erlebt dort alles andere als eine unbeschwerte Kindheit. Als er, dem Hof endlich entwachsen, mit seiner Jugendliebe Marie in ein eigenes Leben starten kann, wird er unter Hitler schnell zum Dienst an der Waffe eingezogen. Ob er Marie jemals wiedersieht? „EIN GANZES LEBEN ist die bildgewaltige Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ausnahmeschriftsteller Robert Seethaler.

Das Leben schreibt seine eigenen Geschichten und ist manchmal leise, manchmal laut, voller Glück und im nächsten Moment voller Trauer. Hans Steinbichler verfilmt den gleichnamigen Bestseller von Robert Seethaler – eine Liebeserklärung an das Leben in den Bergen mit allen Höhen und Tiefen.

Der einfache Hilfsarbeiter Andreas Egger blickt im hohen Alter auf sein Leben zurück und bemerkt, dass er bis auf einen Einsatz im Zweiten Weltkrieg und einer Kriegsgefangenschaft bei den Russen nie sein Heimattal verlassen hat. Hier hat er seine Kindheit bei einem Ziehvater verbracht, der ihn regelmäßig prügelte. Hier hat er seine große Liebe Marie gefunden und wieder verloren, aber nie vergessen. Und hier wird er auch irgendwann seine letzte Ruhe finden.

EIN GANZES LEBEN ist das Sinnbild einer epochalen Romanverfilmung, malerisch wie die beeindruckende Landschaft, aber rau und kalt in der Härte des Alltags der Familien. Steinbichler schafft ein realistisches Bild des frühen 20. Jahrhunderts und zeichnet neben dem Leben der Hauptfigur auch die Industrialisierung einer abgeschiedenen Bergregion nach. Mit der Seilbahn, dem motorisierten Verkehr und den Straßen hielt auch der Strom ins Tal Einzug und dann kamen die Touristen. So rückt nicht nur das Leben der Hauptfigur Andreas Egger, in jedem Altersabschnitt sehr überzeugend dargestellt durch Ivan Gustafik, Stefan Gorski und August Zirner, in den Mittelpunkt, sondern auch die Domestizierung der Alpen mit der Wandlung des Tals vom Bauerndorf zur asphaltierten Touristenhochburg mit Gletschertouren. Dabei verschweigt der Film auch nicht die Opfer des Fortschritts und zeigt das Leid, auf dem manches Fundament erbaut wurde. Die Kameraarbeit von Armin Franzen lässt viel Raum zum Atmen der Bergluft, die beim Anschauen des Films spürbar durch das Kino zu gleiten scheint. So wird der Film auch zu einem Loblied auf die Natur und die alles umgebende Landschaft, vor der selbst die Hauptfiguren ganz demütig und andächtig werden. Wo der Hilfsarbeiter Andreas Egger schlussendlich staunend vor seinem Leben steht, steht der Zuschauende staunend vor diesem monumentalen Zeitkolorit.

 

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