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Blühende Bäume in Buchen

Jubiläum „10 Jahre Mehrgenerationenhaus Buchen“

Begegnung und Miteinander – dafür steht das Mehrgenerationenhaus Buchen seit mittlerweile zehn Jahren. Dieser Geburtstag wird am Sonntag, 28. Juni, ab 13 Uhr mit einem bunten  „Fest der Begegnung“ gefeiert. Der Festnachmittag beginnt mit einem kurzen Rückblick auf die erfolgreiche Entwicklung in den letzten zehn Jahre, bevor dann ab 14 Uhr Aktionen, Mitmachangebote und viel Gelegenheit zum Austausch im Mittelpunkt stehen. Beim Fest präsentieren sich die verschiedenen Gruppen des Hauses und laden zum Kennenlernen und Mitmachen ein. Für Kinder gibt es einen Spieletisch, Spielangebote im Garten, Kinderschminken sowie eine Pflanzaktion. Jugendliche können sich an einem Kreativtisch ausprobieren.

Der TSV als Kooperationspartner stellt Bewegungsangebote vor. Darüber hinaus werden Namen auf Arabisch geschrieben, eine Backwerkstatt angeboten sowie verschiedene Bastelaktionen, Yogaübungen und Line Dance präsentiert. Alle im Mehrgenerationenhaus freuen sich auf viele Gäste und einen gemeinsamen Nachmittag voller Begegnungen, Erinnerungen und neuer Kontakte.

Das Mehrgenerationenhaus versteht sich seit seiner Gründung 2016, damals noch in der Vorstadtstraße, als offene Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ sind hier alle willkommen. „Gemeinsam statt einsam“ ist dabei weit mehr als ein Leitspruch. Es ist ein zentrales Anliegen des Mehrgenerationenhauses, Menschen miteinander zu verbinden und sie aus der Einsamkeit herauszuholen. „Deshalb haben wir die Jubiläumsfeier bewusst in die bundesweite Aktionswoche ,Gemeinsam aus der Einsamkeit‘ gelegt“, erklärt Koordinatorin Ingrid Scheuerer.

Die Geschichte des Mehrgenerationenhauses begann mit einem Bürgerwunsch im Rahmen eines Demografieprojektes des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg („Familienfreundliche, bürgeraktive und demografiesensible Kommune“). In verschiedenen Workshops wurde ein erstes Konzept erarbeitet. Der Gemeinderat der Stadt Buchen folgte diesem Bürgerwunsch und beschloss im Jahr 2015 die Einrichtung eines Mehrgenerationentreffs. In den ehemaligen Räumen der Metzgerei Pfeiffer entstand zunächst eher provisorisch ein Treffpunkt, der sich rasch zu einer beliebten Anlaufstelle entwickelte. Schnell zeigte sich, wie wertvoll ein Ort sein kann, an dem sich Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder persönlichem Engagement begegnen und gemeinsam aktiv werden können – sei es beim Musizieren und Tanzen, beim Kochen oder bei der Gartenarbeit.

Ein Blick in die Programmhefte der vergangenen Jahre verdeutlicht die Erfolgsgeschichte. Viele kreative Ideen wurden umgesetzt, neue Projekte entwickelt und Angebote erweitert. Veränderungen gab es immer wieder, doch eines blieb konstant: Im Mittelpunkt stehen bis heute das ehrenamtliche Engagement und die Begegnung der Menschen.

Mit der Diakonie Neckar-Odenwald-Kreis und Geschäftsführer Guido Zilling wurde früh ein verlässlicher Kooperationspartner gefunden. Ein weiterer Glücksfall war die Aufnahme in die Bundesförderung, die die Einrichtung bis heute unterstützt.

Ein wichtiger Meilenstein folgte 2017 mit der Zustimmung des Gemeinderates zum Kauf und Umbau des Hauses mit großem Garten in der Hollergasse. Seit dem Umzug 2019 ist das Mehrgenerationenhaus in attraktiven und barrierefrei zugänglichen Räumlichkeiten untergebracht. Besonders geschätzt werden die Nähe zur alla hopp!-Anlage sowie der großzügige Garten. Mit dem Einzug in das neue Domizil wurde aus dem bisherigen „Mehrgenerationentreff“ offiziell ein „Mehrgenerationenhaus“.

Heute engagieren sich rund 50 Ehrenamtliche gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitenden für die Besucherinnen und Besucher. Vor Ort prägten in den vergangenen Jahren insbesondere Hausleiterin Ingrid Scheuerer – sie ist von Beginn an dabei - und Manuela Ernst als Ansprechpartnerinnen und Gestalterinnen die Entwicklung des Hauses.

Nach zehn Jahren im Mehrgenerationenhaus orientiert sich Ingrid Scheuerer beruflich neu. Aber auch sie blickt mit großer Dankbarkeit auf die vielen Begegnungen und gemeinsamen Erfahrungen zurück. Ihre Verabschiedung steht auf ihren Wunsch hin nach dem Jubiläumsfest an. Die hauptamtlichen Ansprechpartnerinnen im Rathaus sind aktuell Kirsten Hartl und Helga Schwab-Dörzenbach.

Ehrenamtliche der ersten Stunde sind zum Beispiel Wolfgang Dosch und Robert Zauner, die sich unter anderem im Kaffeetreff engagieren. Ein weiteres festes Angebot ist das Begegnungscafé am Freitag, das besonders für geflüchtete Familien ein wichtiger Treffpunkt geworden ist. Hier wird unter anderem der Spracherwerb gefördert, ein Nachhilfeprojekt für Kinder hat sich daraus entwickelt. Sehr beliebt ist das Pflanzentauschregal vor dem Haus. Das Kursangebot reicht vom Gartentreff über die Krabbelgruppe und gemeinsames Kochen bis hin zu Line Dance und Reparaturcafé. Neben Gruppen, in denen die Begegnung im Mittelpunkt steht, gibt es kreative Treffs sowie Beratungsangebote. Ein langjähriges und besonders beliebtes Angebot ist der Mittagstisch „Tischlein deck dich“. Ursprünglich wurde hier mit Schülerinnen und Schülern der Alois-Wißmann-Schule kooperiert, seit kurzem wird das Angebot von der Schülerschaft der Meister-Eckehart-Schule fortgeführt. Vor kurzem wurde das neue Programm veröffentlicht. Ein Blick ins Programmheft oder auf die neue Homepage www.mgh-buchen.de lohnen sich ebenso wie ein Besuch im Mehrgenerationenhaus selbst. Fest steht: Das Mehrgenerationenhaus lebt vom Mitmachen. Jede und jeder kann sich mit Ideen, Fähigkeiten und Engagement einbringen.

Für das leibliche Wohl beim Fest sorgen im Übrigen örtliche Vereine. Kaffee und Kuchen bietet der Förderverein der Grundschule Hainstadt an. Getränke und Gegrilltes werden vom Förderverein des Sportkindergartens Wirbelwind bereitgestellt.

 

Mehr Informationen unter: www.mgh-buchen.de