Arbeitskreis Gückelberg
Am Rande einer Sitzung des Arbeitskreises Gückelberg hat Bürgermeister Roland Burger vor Fraktionsvorsitzenden sowie Stadträtinnen und Stadträten die Möglichkeit genutzt, auf einige wenige Behauptungen einzugehen, die in den letzten Wochen im Zusammenhang mit dem von der Firma Hollerbach Bau geplanten Wohnbauprojekt aufgestellt und in vielfältiger Weise verbreitet worden sind.
Demnach ist es nicht richtig, dass die Stadt beim Verkauf des Grundstückes am Gückelberg von den Erben Hemberger ein Vorkaufsrecht hatte. Davon unabhängig wurde im Finanzausschuss Mitte 2025 ein möglicher Ankauf als zu teuer verworfen, zumal bekannt war, dass verschiedene Investoren Interesse am Wohnungsbau dort bekundet hatten: „Weil auch in Buchen Wohnungen fehlen, haben wir diese Idee grundsätzlich begrüßt.“
Der Idee, das Grundstück jetzt vom Investor zurück zu kaufen und dort eine „Eiermann-Siedlung 2.0“ zu verwirklichen, erteilt der Bürgermeister eine Absage: „Wenn schon der Ankauf 2025 aus finanziellen Gründen verworfen wurde, würde dieser Vorschlag die Stadt vollends überfordern.“ Denn dafür müsste – die Verkaufsbereitschaft des jetzigen Besitzers vorausgesetzt – nur in den Grunderwerb ein siebenstelliger Betrag investiert werden. Ohne Investor, der in eine nicht konkretisierte, vage Idee in Richtung einer wie auch immer zu übersetzenden „Philosophie Eiermanns“ investieren würde.
Dem beständigen Vorwurf, das Vorhaben sei intransparent und nicht demokratisch, begegnet der Bürgermeister wie folgt: „Die Gegner des Projektes hatten schon bei der ATU-Sitzung im Juni diesen Jahres anlässlich der Präsentation des Bauprojektes die Möglichkeit, sich öffentlich zu äußern. Auch in der Folge habe ich mich bemüht, die Anfragen zu beantworten, soweit sie realistisch und für das Bauprojekt evidente Fragestelllungen aufgeworfen haben. Natürlich müssen wir als Stadtverwaltung das allergrößte Interesse daran haben, dass die verkehrliche Anbindung und die Abwasserthematik funktionieren – wenn das Projekt kommt. Zusätzliche Gutachten und Bewertungen, die das Baugesetz nicht vorschreibt, werden wir aber nicht vornehmen lassen. Tatsächlich wurde in den letzten Monaten sehr viel diskutiert. Ich meine, die Argumente sind ausgetauscht. Im Oktober werden die als Vertreter der Bürgerschaft gewählten Stadträtinnen und Stadträte, die sich auf der Grundlage vieler Informationen und Gespräche eine Meinung gebildet haben, als Gremium entscheiden. In diesem Gremium habe ich als Bürgermeister genau eine Stimme. Sowohl dieser Vorgang als auch die Konsequenz, die mehrheitlich getroffene Entscheidung dann anzunehmen, ist – wie ich meine – zutiefst demokratisch.“
In die Entscheidungsfindung der Stadträte fließen laut Bürgermeister Burger auch die Ergebnisse aus den zwei Arbeitskreissitzungen des AK „Gückelberg“ ein. Bei den Beratungen ging es vor allem um Erschließungsfragen und die über einen städtebaulichen Vertrag zu klärenden rechtlichen Fragestellungen, der mit dem Investor im Falle einer Verwirklichung des Bauprojekts geschlossen werden muss. Auch hier gab es beständig Kritik, weil der Arbeitskreis nichtöffentlich getagt hat. „Der Arbeitskreis diente der internen Willensbildung der Stadt, insbesondere in ihrer Rolle als Vertrags- bzw. Verhandlungspartner und war deshalb nichtöffentlich. Aber es kommt ja auf die Ergebnisse an – und diese werden den Stadträtinnen und Stadträten sowie der Öffentlichkeit rechtzeitig vor der Gemeinderatssitzung zur Verfügung stehen.“ erklärt der Bürgermeister dazu.