Arthur Grimm - Notre Dame de Lorette
1915
Original Lithografie
Bezirksmuseum Buchen Inv.-Nr. 8410
Die Lorettoschlacht, die zwischen Mai und Juni 1915 bei Arras stattfand, war eine für den Ersten Weltkrieg typische Schlacht - verlustreich und schlussendlich ergebnislos. Bei dem Versuch der französischen Armee die strategisch wichtige Lorettohöhe einzunehmen, starben zigtausende Soldaten. Die Frontlinie änderte sich aber kaum.
Arthur Grimm erlebte bei diesen Kampfhandlungen den für ihn erschütterndsten Eindruck des Krieges. Hinter der Frontlinie hatte er die Aufgabe, die Bestattung von Tausenden Toten des Schwerverwundetenlazaretts in der Stadt Lens zu organisieren. Insgesamt mussten Tausende Gräber für die gefallenen deutschen Soldaten auf dem erweiterten Friedhof vor den Toren der Stadt angelegt werden.
Noch in Lens fertigte Grimm eine Zeichnung der Lorettokapelle an, nach der die Schlacht benannt und die bei der Schlacht vollständig zerstört wurde. Die Zeichnung ließ er in Karlsruhe als Lithografie drucken und verkaufte sie im Feld an Soldaten, die bei Loretto gekämpft hatten.
