Arthur Grimm - Dorf im Tal
1919
Öl auf Leinwand
Stadt Buchen
Die Region Süddeutschlands übte für Grimm eine große Faszination aus. Der Naturfreund konzentrierte sich aber nicht nur auf die Landschaft, sondern richtete den Blick immer auch auf die einfachen Menschen, die dort ihr von den Jahreszeiten bestimmtes Tagewerk verrichteten. Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern fühlte sich Grimm verbunden, besonders am Ende seines Lebens. "Die Menschen auf dem Lande haben es besser. Ich lebe zuversichtlicher mit ihnen als mit den Städtern.", schrieb er in seinen Erlebnissen und Betrachtungen.
Im Jahr 1919, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, entstand das Werk Dorf im Tal. Der Titel scheint etwas unzutreffend. Zu sehen ist nämlich eher eine größere, Siedlung im Bildhintergrund. Sehr wahrscheinlich malte Grimm hier Hardheim im fränkischen Odenwald. Der Betrachtende blickt von einer Anhöhe auf die größere Kirche und die dicht bebauten Häuser hinunter. Im Vordergrund ist ein Steinbruch zu sehen, in dem zwei Personen am linken oberen Bildrand ihre harte Arbeit verrichten.
