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Blühende Bäume in Buchen

Wilhelm Guntermann - Odenwaldlandschaft

undatiert
Öl auf Leinwand
Stadt Buchen

Bildbeschreibung wird noch erstellt.

Guntermann - Odenwaldlandschaft (Foto: Stadtarchiv Buchen)

Der Künstler

In Kunstkreisen wird besonders Wilhelm Guntermanns Frühwerk geschätzt, das größtenteils an seinem langjährigen Wohnsitz in Hollerbach entstand. Beeinflusst waren seine Arbeiten vor allem durch seine Lehrer an der Karlsruher Akademie. In seinem Spätwerk verlor er aber die erfrischende Spontanität und ersetzte sie durch seine gewachsene Routine. 

Wilhelm Guntermanns Weg zum Maler war nicht vorgezeichnet. 1887 in der Stadt Bensheim an der Bergstraße als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns geboren war seine Lieblingsbeschäftigung als Kind zwar das Zeichnen, auf Wunsch des Vaters musste er aber zunächst eine Kaufmannslehre absolvieren. Erst widerwillig stimmten seine Eltern dem kostspieligen Kunststudium zu, als einige seiner eingereichten Arbeiten vom Karlsruher Professor Wilhelm Trübner mit höchstem Lob bewertet wurden.

In Karlsruhe, wo er bis 1916 als Meisterschüler Trübners an der Kunstakademie studierte, freundete er sich schnell mit dem Odenwälder Arthur Grimm an. Gemeinsam reisten sie 1907 nach Hollerbach und begründeten dadurch den Künstlerort. Neben Franz Wallischeck hielt auch Guntermann nach der Auflösung des Künstlerbundes dem Dorf Hollerbach die Treue. Bereits 1914 wurde das Odenwalddörfchen zu seinem ständigen Wohnsitz. Mitseiner Frau baute mit ihr gemeinsam zwischen Hollerbach und Oberneudorf abseits der Straße ein größeres Landhaus, das im Hollerbacher Volksmund nur die Villa und später Hollerhaus genannt wurde.

Ende der 1920er Jahre verließ Guntermann den badischen Odenwald. Zuletzt lebte und arbeitete er in Darmstadt, wo er 1976 verstarb.