Die Kolonie
Die Hollerbacher Malerkolonie bestand nur etwa zehn Jahre, hatte aber großen Einfluss auf Hollerbach und die Buchener Region sowie nicht zuletzt auf die sechs Künstler. Immer wieder malten sie die Hollerbacher Landschaft, seltener auch Szenen der Stadt Buchen.
Der Ursprung der Künstlervereinigung liegt in einem Treffen zwischen dem älteren Landschaftsmaler Franz Wallischeck mit dem jungen Kunstschüler Arthur Grimm aus Mudau im Jahr 1905. Wallischeck hatte es um 1900 nach Hollerbach verschlagen, wo er die Jagd pachtete und wohin er seinen ständigen Wohnsitz verlegte. Dort trafen beide schließlich aufeinander. Zwei Jahre später kehrte Grimm - nun als Student an der Kunstakademie Karlsruhe - nach Hollerbach zurück. Mit dabei war Grimms Studienfreund Wilhelm Guntermann. Mit Waldemar Coste (1908), Rudolph Wilhelm Burckhardt-Kestner (1909) und zuletzt Ejner Quaade kamen weitere Künstler hinzu und vervollständigten die Hollerbacher Malerkolonie. Der gemeinsame Bezugspunkt aller Hollerbacher Maler mit Ausnahme des deutlich älteren Wallischeck war der Maler und Kunst-Professor Wilhelm Trübner, bei dem sie in Karlsruhe vor allem die Kunst der Landschaftsmalerei erlernten. Doch obwohl sie den gleichen Lehrer hatten, gemeinsam malten und ihre Freizeit verbrachten, ist in den Werken der Hollerbacher kein einheitlicher Stil erkennbar.
Mit den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges löste sich die Malerkolonie auf. Wallischeck, Guntermann und vor allem der einheimische Grimm hielten Hollerbach und der Region auf unterschiedliche Weise aber auch danach noch die Treue.