Arthur Grimm - Portrait einer Dame
1907
Öl auf Leinwand
Bezirksmuseum Buchen Inv.-Nr. 8343
In seiner ersten Schaffensphase verwendete Grimm für Porträts eine besondere Technik, die sich als Mosaiksteintechnik bezeichnen ließe. Für die Gestaltung von Gesichtern tupfte er mit dem Pinsel in verschiedenen Farbnuancen. So entstand kein glatter Farbübergang, sondern das Gesicht entwickelt sich in rechteckigen Bruchstücken. Die fragmentarische Bildwirkung konzentriert sich aber nicht nur auf das Äußere. Das Innere einer Person erscheint mit dieser besonderen Malweise als Summe der einzelnen Fragmente.
Zwischen 1904 und 1913 verwendete Grimm diese Technik häufiger. Das Portrait einer Dame ist nur ein Beispiel. Es ist das älteste Werk von Grimm in der Ausstellung und stammt somit aus seinem Frühwerk. Die junge Dame ist im Seitenprofil abgebildet. Mit den kurzen, roten Haaren und der weißen Bluse mit hohem Stehkragen wirkt die Person recht burschikos und für die damalige Zeit durchaus modern.
