Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Blühende Bäume in Buchen

Franz Wallischeck - Jagdstillleben

undatiert
Öl auf Leinwand
Bezirksmuseum Buchen Inv.-Nr. 4206

Neben der Malerei war die Jagd Franz Wallischecks zweite große Leidenschaft. In seinen großformatigen Jagdstillleben vereinte er beide Passionen eindrucksvoll.

Bei seinen Stillleben achtete Wallischeck stets auf ein sorgfältig abgestimmtes Arrangement der Objekte, die er dann mittels Licht und Schattenbildung gekonnt modellierte. In diesem Fall porträtierte der Künstler beinahe die gesamte Bandbreite des Odenwälder Wilds - Reh, Hase, Ente, Rebhühner und kleinere Vögel. Eher unauffällig und unbedeutsam liegen am Bildrand drei reife Äpfel, wodurch sich die erfolgreiche Jagd in den Spätsommer oder Frühherbst datieren ließe. Als einziges lebendiges Wesen positionierte Wallischeck in der linken Bildhälfte einen Dackel, der wachsam kühl das Köpfchen regt. 

Dem Menschen des 21. Jahrhunderts erscheinen die frisch erlegten Tierkörper in Wallischeck`s Gemälde eher fremd. Viel zu sehr entkoppelt hat die Lebensmittelindustrie den modernen Konsumenten von der Herkunft fleischlicher Lebensmittel. Zu Lebzeiten des Künstlers war das sinnerfüllte, notwendige Sterben von Lebewesen natürlicher Bestandteil der alltäglichen Erfahrungswelt. So war es auch nicht abwegig, ein wuchtiges Jagdstillleben ins heimische Wohnzimmer zu platzieren.

 

Wallischeck - Jagdstillleben (Foto: Stadtarchiv Buchen)