Waldemar Coste - Kampf der Lapithen und Zentauren
undatiert
Öl auf Malpappe
Bezirksmuseum Buchen Inv.-Nr. 8864
Trotz gewisser Spannungen verlief die Hochzeit zwischen dem griechischen Helden Peirithoos und der schönen Jungfrau Hippodameia, einer Fürstentochter aus dem Geschlecht der Lapithen, zunächst harmonisch. Dies änderte sich schlagartig als der von zu viel Wein berauschte Zentaur Eurytion der wahnwitzigen Idee verfällt, die Braut dem Bräutigam zu entreißen. Was folgte war ein blutiges Gemetzel zwischen Lapithen und Zentauren, in dem auf beiden Seiten etliche bedeutende Krieger starben.
Der Zentaurenkampf war ein beliebter Gegenstand der Bildenden Kunst. Coste tauchte seine Interpretation des antiken Mythos in dunkle Farben. In einem wilden, chaotischen Schlachtengetümmel bekämpfen sich die nackten Krieger aufs Bitterste. Coste malte die Zentauren aber nicht als Mischwesen zwischen Mensch und Pferd, wodurch der mythische Charakter des Bildes deutlich abgemildert wird.
Das Gemälde, das der Künstler mit Öl auf einer Malpappe anfertigte, entstand im Jahr 1914. Dadurch ließe sich das Werk auch als blutige Vorahnung für die kommenden Kriegsjahre des Ersten Weltkrieges deuten, in denen ein Großteil der (europäischen) jungen Männer auf den Schlachtfeldern sinnlos ihr Leben lassen mussten.
