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Blühende Bäume in Buchen

Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe für Menschen im Frühstadium einer Alzheimer-Demenz und deren Angehörige

Erstes Treffen am Donnerstag, 19. März 2026 im Mehrgenerationenhaus Buchen

Für Menschen im Frühstadium einer Alzheimer-Demenz und ihre Angehörigen beginnt mit der Diagnose eine Zeit voller Fragen, Unsicherheiten und emotionaler Belastungen. Bisher gibt es für Betroffene in dieser frühen Phase nur wenige Unterstützungsangebote. Genau hier setzt eine neue Selbsthilfegruppe an, ins Leben gerufen vom Arbeitskreis „Demenz“ der Stadt Buchen.

Das erste Treffen für alle Interessierten findet am Donnerstag, 19. März 2026 um 14 Uhr, im Mehrgenerationenhaus Buchen statt. Die Gruppe richtet sich gezielt an Menschen mit der Diagnose „leichte kognitive Störung“ oder Alzheimer-Demenz im Frühstadium sowie an deren Partnerinnen und Partner, die die Veränderungen im gemeinsamen Alltag miterleben.

Ein wichtiger Anstoß zur Gründung der Selbsthilfegruppe war die persönliche Erfahrung eines betroffenen Ehepaares, das nach der Diagnose vergeblich nach geeigneten Angeboten gesucht hatte. „Wir haben in dieser belastenden Situation keine Unterstützung gefunden“, lautete ihr ernüchterndes Fazit.

Geleitet und koordiniert wird die neue Selbsthilfegruppe von Dr. Valentin Hoß, Arzt für Allgemein- und Palliativmedizin, dem das Thema Demenz schon seit langer Zeit ein wichtiges Anliegen ist. Gemeinsam mit Gerhard Weidner, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie im Neckar-Odenwald-Kreis, übernimmt er die fachliche Begleitung und Moderation der Gruppe. Die professionelle Leitung gewährleistet einen geschützten Rahmen und stellt sicher, dass auch komplexe medizinische, psychosoziale und partnerschaftliche Fragestellungen kompetent und verantwortungsvoll beantwortet werden können.

Im Mittelpunkt der Selbsthilfegruppe steht der offene Austausch mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen. Themen können sein: Wie offen spricht man im Alltag und in der Partnerschaft über erste Symptome? Wie viel Unterstützung ist hilfreich – und ab wann geht ungewollt Selbstständigkeit verloren? Wie informiert man das private und berufliche Umfeld über die Diagnose? Wie gehen Angehörige mit eigener Belastung, mit Traurigkeit, Ärger oder Ohnmacht um? Wann werden Fragen zu Mobilität, Alleinaktivitäten oder zukünftigen Wohnformen relevant?

Getreu dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ sollen die Treffen Raum für gegenseitige Unterstützung, gemeinsame Lösungsansätze, stärkende Impulse und für das Erleben sozialer Verbundenheit bieten. Eine von vielen Zielstellungen ist es, bereits frühzeitig für Entlastung zu sorgen, anstatt erst in akuten Krisensituationen nach Unterstützung zu suchen.

 

Info-Box:

Die Selbsthilfegruppe trifft sich künftig alle zwei Monate.

Termine 2026 (jeweils donnerstags um 14 Uhr):
19. März * 7. Mai * 9. Juli * 17. September * 19. November

Anmeldung und weitere Informationen:
Arbeitskreis Demenz Buchen
Dr. Valentin Hoß
Telefon: 0179 4227941
E-Mail: vahoss@t-online.de

oder über die Stadtverwaltung Buchen
Telefon: 06281 / 31-132 oder 31-127