74722 Buchen (Odenwald)

Buchen im Odenwald

Aufstrebende KräfteDie Großskulptur besteht aus sechs Röhren, die Lichtbündelungen gleichen. Sie interpretiert gleichermaßen Licht, Zeit, Bewegung und Raum und wurde eigens zur Gestaltung dieses Verkehrskreisels geschaffen.

Das Kunstwerk wurde gestaltet von der seit Mitte der 1950er Jahre in Buchen lebenden Künstlerin Gertrude Reum (1926 - 2015) und ist ein Geschenk an die Stadt. Gertrude Reum war Trägerin der Verdienstmedaille der Stadt Buchen.

Chromnickelstahl, Höhe 6 Meter, 2008..

Über Gertrude Reum

Die 1925 in Saarbrücken geborene Gertrude Reum, die viele Jahrzehnte in Buchen lebte, war die bedeutendste Künstlerin der Region.

Nach der Aquarellmalerei begann sie mit Metallskulpturen aus Aluminiumteilen, denen nach und nach die großformatigen Chromnickelstahl-Skulpturen aus nach oben strebenden, ineinander greifenden Röhren folgten. Gerade diese Spätwerke haben sie international bekannt gemacht.

Sie wurde unter anderem mit dem Arthur-Grimm-Kunstpreis (1984) und Willibald-Gramm-Preis (1987) ausgezeichnet. Trotz aller Erfolge hat Gertrude Reum ihre Natürlichkeit und bodenständige Verwurzelung mit Land und Leuten nicht verloren. Ihre warmherzige und verbindliche Art und ihr einnehmendes, freundliches Wesen machten diese geschätzte Persönlichkeit so sympathisch.

Durchdringungen, Verwandlungen, Überschneidungen, Transformationen – viele Begriffe, die im Grunde das Gleiche beschreiben: die sich durchkreuzenden, himmelwärts strebenden Lichtbahnen und Energiebündelungen in Gertrude Reums Metallarbeiten, die diese über den grauen Alltag hinweg in Sphären greifen lassen, in denen Harmonie und Lichtfülle dominieren. Dank dieser signifikanten Gebilde aus Messing, Aluminium und Chromnickelstahl – zuletzt auch in Form von Kuben – ist der Bekanntheitsgrad der Künstlerin in den letzten Jahrzehnten nochmals sehr gewachsen.

Ihre Arbeiten zieren öffentliche Gebäude und Plätze, finden sich in Museen und bedeutenden Ausstellungen wie der Sammlung Würth, schaffen in Kirchen (Buchen und Heimbuchenthal) konzentrierte Lichtzentren, wollen Fenster sein zu dem Urgrund aller Schöpfung und Symbol für Gott und seine alles durchdringende Liebe.

Gertrude Reum starb am 16. August 2015 im Alter von 88 Jahren.

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