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Buchen im Odenwald

Polnische Austauschschüler im Alten Rathaus begrüßt – Gemeinsamkeiten zwischen Buchen und Bochnia entdeckt

Buchen. (adb) Nicht nur „guten Tag“, sondern auch „dzien dobry“ hieß es am Mittwoch am Alten Rathaus: Die 20 Austauschschüler des polnischen „Zespó Szkó Nr. 1“ (Bochnia), die sich zurzeit am Burghardt-Gymnasium befinden, wurden offiziell empfangen.

Im Namen der Schulleitung freute sich Studiendirektor Achim Wawatschek über „die Möglichkeit, Gäste aus dem Nachbarland begrüßen zu können“. An die Jugend appellierte er, im Rahmen des Schüleraustauschs vielleicht auch in Funk und Fernsehen publizierte Vorurteile ad acta zu legen. „Der direkte Kontakt zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Nationen ist nicht nur dafür von unschätzbarem Wert“, betonte er und bezeichnete die Hintergründe derartiger Austauschprogramme als „überaus wichtig im Sinne der politischen Einheit Europas.“

Analog dazu hielt Beigeordneter Thorsten Weber fest, in einem Schüleraustausch „eine tolle Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und Freundschaften gedeihen zu lassen“ zu sehen.

In einem Kurzfilm stellte er das 773/774 im Lorscher Codex erstmals erwähnte, 1280 erstmals als Stadt bezeichnete Buchen „in wenigen Schlaglichtern und mit vielen Bildern“ vor, um sich hernach bei den Jugendlichen beider Nationen sowie den betreuenden Lehrkräften Barbara Miksch, Stefan Sengenberger und Achim Wawatschek (BGB) sowie Alina Mirek und Kinga Struzik (Bochnia) zu bedanken.

Struzik berief sich anschließend auf die Vergangenheit des unweit von Krakau gelegenen Bochnia, die einige Gemeinsamkeiten mit der Historie Buchens habe – beispielsweise erhielten beide Siedlungen im 13. Jahrhundert die Stadtrechte. Gleichsam sah der Austausch ein in weiten Teilen durch die gastgebenden buchener Zehntklässler organisiertes Rahmenprogramm vor.

So wurden unter anderem das Europaparlament in Straßburg, die Landeshauptstadt Stuttgart, das Heidelberger Schloss und die Eberstadter Tropfsteinhöhle besucht. Im BGB fand eine Schulführung statt. Eine „Stadtrallye“ stellte den Jugendlichen besonders sehenswerte Merkmale und die Geschichte Buchens vor, während ein Unterrichtsbesuch in der Zentralgewerbeschule die Parallelen des Fächerkanons verdeutlichte.

Rhein-Neckar-Zeitung, Nordbadische Nachrichten vom Freitag, 2. Juni 2017

 

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