Deutsche Waldtage: Wanderungen am 18. September

Buchen ist eine Flächengemeinde mit beeindruckenden 13.889 Hektar Gemarkungsfläche. Davon sind rund 43 Prozent bewaldet. Darauf ist Bürgermeister Roland Burger stolz – und besorgt. Denn der Wald leidet vor allem unter dem Klimawandel. Die Deutschen Waldtage, eine Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Kooperation mit den Verbänden aus der Forstwirtschaft, wollen im September den Blick der Öffentlichkeit auf den Wald lenken. Buchen beteiligt sich mit zwei Waldwanderungen, die die städtischen Revierförster Hermann Fischer und Bernhard Linsler am Sonntag, 18. September anbieten.

Hermann Fischer startet um 10 Uhr am Sportplatz in Waldhausen seine zweistündige Rundtour im Revier Buchen West. Dabei sind die Wanderer „Dem Biber auf der Spur“. Tatsächlich gestaltet der Biber seinen Lebensraum komplett um und bietet damit vielen Tieren und Pflanzen ein Refugium. Darauf wird der Förster ebenso eingehen wie auf die Probleme, die dort entstehen, wo der Biber mit den Interessen des Menschen kollidiert. Außerdem wird Fischer die aktuelle Situation im Buchener Forst erklären und die Versuche, den Wandel aktiv zu begleiten. Fragen werden natürlich gern beantwortet. Für 12 Uhr ist die Rückkehr an den Sportplatz geplant, wo es eine kleine Bewirtung geben wird.

Bernhard Linslers Revier ist Buchen Ost. Er startet am 18. September um 13.30 Uhr am Hettinger Forsthaus. Rund drei Stunden will er mit seinen Gästen zum Thema „Der Wald im Klimawandel“ unterwegs sein. Auch er wird vor Ort und mit vielen Beispielen über Versuche und Fortschritte beim klimastabilen Waldumbau berichten. Außerdem wird er auf die seltenen Populationen vor allem der Mops- und der Bechsteinfledermaus eingehen, die im Buchener Forst auf vergleichsweise engem Raum gemeinsam vorkommen und für deren Schutz erhebliche Anstrengungen unternommen werden. Bei der Rückkehr ans Forsthaus gegen 16.30 Uhr wird es ebenfalls eine kleine Bewirtung geben.

Wichtig ist Bürgermeister Burger, der auch Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg ist, und den beiden Förstern die Botschaft, dass der Buchener Wald im Sinne einer nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschaftet und gepflegt wird. Wälder sind Klimaschützer, Sauerstoffproduzent, Erholungsort, Lieferant des wertvollen Rohstoffes Holz und nicht zuletzt Lebensraum für vielfältige Tier- und Pflanzenarten. „Unserer Wälder sind ein ganz großer Schatz, den wir von unseren Vorfahren übernommen haben und den wir in verändertem, aber möglichst stabilen Zustand an unsere Nachfahren weitergeben wollen. Dafür setzen wir uns mit unserer ganzen Kraft ein“, erklären die drei. Wie sie das tun – da dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger am 18. September einen Eindruck verschaffen.

In Buchen ist was los...

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