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Die Stadtsilhouette von Buchen im Odenwald
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GeoparkBuchen und die Eberstadter Tropfsteinhöhle im UNESCO Geopark Odenwald - die Eberstadter Tropfsteinhöhle ist das „Südöstliche Eingangstor“ in den UNESCO Geopark

Buchen und die Eberstadter Tropfsteinhöhle bilden das südöstliche Eingangstor zum UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, in dem sie die Faszinationen erdgeschicht­licher und landschaftsgestaltender Vorgänge und ihre Bedeutung für unsere Kultur und unser tägliches Leben erleben können.

Die geologische Unterwelt – roter Bundsandstein und gelber Muschelkalk – hat Stadt und Land geprägt und damit auch die Menschen, die hier leben. Einheimische und Gäste können auf engsten Raum die Gegensätze zweier Naturräume erleben: unterschiedliche Landschafts- und Dorfformen, landwirtschaftliche Nutzung und natürliche Vegetation, Tonabbau über und Tropfsteine unter Tage. Das Projektgebiet stellt bezüglich seiner naturräumlichen Ausstattung „Buntsand­steins mit Übergang Muschelkalks“ einen äußerst reich gegliederten und daher geologisch und geo­morphologisch interessanten Teilraum des südwestdeutschen Stufenlandes dar. Wissen­schaftlich, heimatkundlich und touristisch besonders wertvolle und interessante natur- und kulturgeschichtliche Lokalitäten (Erlebnispunkte besonderer Qualität wie die Eberstadter Tropfsteinhöhle) und kleinere landschaftliche Raumeinheiten in einem eher reliefruhigen Raum stehen der Zielvorstellung und einer lnwertsetzung als Geopark zur Verfügung.

Die Eberstadter Tropfsteinhöhle ist zugleich eines von acht Eingangstoren zum UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der sich über 3.500 km² zwischen Rhein, Main und Neckar erstreckt. Im Norden wird er vom UNESCO-Weltkulturerbe Grube Messel, vom Rheintal im Westen, im Osten vom Odenwald und dem Bauland sowie vom Neckartal im Süden begrenzt. Basierend auf dem geologischen Hintergrund einer über 500 Millionen Jahren wechselvollen Erdgeschichte hat der Geopark ein erlebnisorientiertes Netzwerk geschaffen. Mit Informationseinrichtungen, Veranstaltungen und Aktionen wird die Wechsel­beziehung zwischen Erdgeschichte, Natur, Mensch und Kultur gestaltet und geo­touristisch aufbereitet.

In den Informations­zentren finden die Besucher alles Wissenswerte über Mineralien, Erd­geschichte, die Kultur­landschaft oder die Wasserwirtschaft dieses Landstrichs. Auf zahl­reichen markierten Wander­wegen können die Besucher das Gebiet selbst erkunden und an fachkundigen Führungen teilnehmen. Für die Besucher stehen „Ranger“ zur Verfügung, die Sie durch den Erlebnisbereich führen und Ihnen das nötige Wissen vermitteln. Zudem bieten sie auch Wanderungen, Exkursionen, Stadtführungen und Veranstaltungen für Kinder­gruppen oder Schulklassen an. Der Geopark besitzt neben Informationszentren auch umwelt­pädagogischen Stationen für Kinder und Jugendliche. Einmal jährlich finden die europäischen Geopark-Wochen statt, bei welchen die Geoparkregionen die Vielfalt ihrer Natur- und Kulturräume und den Verlauf der Erdgeschichte zeigen.

Mit der Aufnahme in den von der UNESCO anerkannten Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ver­pflichtete sich die Stadt Buchen zur Bewahrung des geologischen, naturräumlichen und kulturellen Erbes, der Umwelterziehung sowie der nachhaltigen Regionalentwicklung. Die Stadt Buchen bildet ferner das Zentrum des Geopark-Erlebnisbereichs "Übergang vom Buntsandstein zum Muschelkalk" und legt ihren Themenschwerpunkt auf die "Höhlen und Dolinen". Die Erlebnispunkte sind zum einen die Eberstadter Höhlenwelten, aber auch der Buchener Wartturm, die Karstquellen im Bauland, der Kampf um die Wasserscheide, der Calcitstein zu Rinschheim, die Hegenichdoline und die Wald- und Offenlanddolinen im Rehgrund. Es werden zahlreiche Einzelprojekte betrieben, die der nachhaltigen Natur- und Kulturlandschaft dienen, wie das Gewässerentwicklungskonzept Morretal, die Re­aktivierung der Wiesenwässerungssysteme, die Biotopvernetzungskonzepte, das Dolinen­schutzprogramm oder die Bürgeraktion „Buchener pflanzen Buchen“. Grünkernanbau im Bauland und Tabakanbau in Hettigenbeuern gelten als Beleg für die angepasste landwirt­schaftliche Nutzung der Bewohner.

Fachkundige Höhlenführungen durch die Eberstadter Tropfsteinhöhle gewähren einen Einblick in die Erdgeschichte und die Höhlen- und Tropf­stein­bildung. Das neue Besucherzentrum „Eberstadter Höhlenwelten“, das sich direkt am ehemaligen Steinbruch befindet, umfasst die Themenbereiche Geologie im Muschel­kalk, Eiszeiten, Funde in der Eberstadter Tropfsteinhöhle sowie Höhlenbildung. Es beherbergt eine geräumige Besucherzone, einen Medienbereich, in dem spielerisch-interaktive Wissen vermittelt werden kann sowie thematische Ausstellungen. Außerdem besteht die Möglich­keit einer Wanderung auf dem geologischen Lehrpfad. Schautafeln erläutern Wissenswertes zur Geologie, Landschaft und Ökologie, sie bieten eine ideale Nachbereitung der erd­geschichtlichen Themen. 

 

UNESCO Geopark Odenwald-Bergstraße
 

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