74722 Buchen (Odenwald)

Buchen im Odenwald

Im Jahr 1323 erwarb Eberhard Rüdt von Collenberg güter bei Eberstadt, die das Mosbacher Stift hier innehatte, und fasste auf diese Weise Fuß am Ort.

1386, sechzig Jahre nach Erwerb der Güter bei Eberstadt, errichtete Eberhard Rüdt III., mit dem bezeichnenden Namen „Der Dicke“, eine Wasserburg, deren Grundmauern nach der Überlieferung auf einem Rost von Eichenbohlen, sogenannten Piloten ruhten, die in den Sumpf getrieben wurden. Eine Grabung anlässlich einer Mauerreparatur bestätigte die Richtigkeit der Überlieferung. Wie nun diese Burg, von zwei ringförmig hintereinander liegenden Gräben geschützt, aussah, lässt sich nur noch vermuten. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Burg durch allerlei An- und Vorbauten, die wie üblich in Fachwerk ausgeführt waren.

Ungefähr um 1500 wird die Burg in Lehensbriefen als Schloss bezeichnet. Im Dreißigjährigen Krieg von durchziehenden kaiserlichen Truppen mehrfach in Mitleidenschaft gezogen und geplündert, wird das Schloss 1680 in einem Brief, als ein „uralt und verfallen Gebäud“ bezeichnet. Zwanzig Jahre später nahm Johann Ernst Rüdt von Collenberg, alleiniger Erbe und Herr sämtlicher Rüdt‘scher Güter im Odenwald und Bauland, eine völlige Umgestaltung des alten Hauses vor und gab ihm damit die heutige Form.

Von dem ursprünglichen Bauwerk blieben die Keller, der nördliche Turm, der sogenannte Wehrturm mit den drei Meter dicken Mauern und der kleine Innenhof mit den beiden Türmen erhalten. Die Wassergräben wurden um die Mitte des vorigen Jahrhunderts zugeschüttet und nur der kleine Teich im Garten ausgespart. Der an der Außenseite der den Innenhof umschließenden Mauer eingelassene Wappenstein mit dem Rüdenkopf dürfte um 1400 entstanden sein; er wurde 1921 vor dem Schloss ausgegraben, als die Wasserleitung gelegt wurde. Bis dahin hatte man das Trinkwasser vom „Guten Brunnen“ außerhalb des Dorfes geholt, das Waschwasser aber von einem Brunnen im Hof. Die Tafel mit dem Allianzwappen über dem Tor verdeckt einen dahinter eingelassenen, älteren Stein, der 1705 nach Beendigung des Umbaus angebracht worden war.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und steht nicht für Besichtigungen zur Verfügung.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und steht nicht für Besichtigungen zur Verfügung. 

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