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Buchen im Odenwald

GEMEINDERAT: Karl-Trunzer-Schule und Abt-Bessel-Realschule sollen zusammengeführt werden

Die Karl-Trunzer-Schule kann sich als Gemeinschaftsschule entwickeln. Bedingung ist jedoch ein Schulverbund mit der Abt-Bessel-Realschule, der in einem Zeitraum von vier Jahren, beginnend mit dem Schuljahr 2017/2018, realisiert werden soll.


Vom Redaktionsmitglied der FN Olaf Borges

 

 
© Olaf Borges

Buchen. Die Entscheidung über die Weiterentwicklung der Sekundarstufe I - insbesondere die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule an der Karl-Trunzer-Schule (KTS) - wurde bei einer Klausurtagung des Gemeinderates 2014 auf 2016 vertagt, weil eine solche Festlegung nur vor dem Hintergrund gesicherter Rahmenbedingungen nach der Landtagswahl getroffen werden sollte. In der Sitzung am Montagabend im Bürgersaal des Alten Rathauses ging der Beigeordnete Thorsten Weber neben einem ausführlichen Rückblick auf die Weiterentwicklung der Schulen in Buchen ein und hatte viele Zahlen im Gepäck.

 

Nachdem eine Gesprächsrunde mit Vertretern des Staatlichen Schulamtes, Fraktionsvorsitzenden, Schulleitungen der KTS, ABR, Baulandschule und des Vorsitzenden des Gesamtelternbeirates das Ergebnis gebracht hatte, dass ein Verbund von KTS und ABR mit einer zweizügigen Gemeinschaftsschule nicht möglich sein soll, brachte das Gespräch von Bürgermeister Roland Burger mit Ministerin Dr. Eisenmann das grundsätzliche Signal zur Lockerung der Verordnung.

 

Mit Blick auf die kommenden, tendenziell geburtenschwächeren Jahrgange und die ungewisse Weiterentwicklung im Sekundarbereich I seien laut Weber Investitionen in einen Anbau der KTS zum derzeitigen Zeitpunkt mit dem Haushaltsgrundsatz der intergenerativen Gerechtigkeit nicht vereinbar.

Karl-Trunzer-Schule und Abt-Bessel-Realschule könnten sich aber zunächst bis zur verbindlichen Zusammenführung innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren eigenständig entwickeln. "Die Schulentwicklung in Buchen könnte dann auf Sicht und ohne vorschnelle Bauinvestitionen erfolgen", erklärte der Beigeordnete.

Bei Raumknappheit reagieren

Bei sich entwickelnder Raumknappheit könne jederzeit reagiert werden, weil die Umstellung der KTS in jährlichen Stufen gleitend von der Werkrealschule zur Gemeinschaftsschule erfolgen würde. Davon unberührt seien gegebenenfalls notwendige bauliche Maßnahmen, die sich aus der Zusammenlegung der Lehrerzimmer, Verwaltungsbereichen und dergleichen ergeben.

Das Gremium folgte bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen der Empfehlung des Ausschusses für Verwaltung, Kultur und Soziales, der Entwicklung der KTS als Gemeinschaftsschule zuzustimmen - vorbehaltlich der verbindlichen Zusammenführung von KTS und ABR in einen Schulverbund. Der ist innerhalb eines Zeitraumes von vier Jahren, beginnend ab dem Schuljahr 2017/2018, unter einer gemeinsamen Schulleitung zu vollziehen. Bernd Rathmann, Martin Hahn und Johannes Volk waren - ebenso wie KTS-Schulleiter Walter Scheuermann - froh über den erreichten Kompromiss. Wie die künftige Schulleitung aussehen könnte, interessierte Johannes Volk. Doch Bürgermeister Roland Burger musste auf die noch unklaren Schülerzahlen verweisen. Je nach Anzahl seien vielleicht auch zwei Konrektoren, einer für jede Schule, denkbar, doch das werde erst die Zukunft zeigen.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 18.01.2017

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